Finanzdienstleistungen

Der Finanzdienstleistungssektor ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Schweiz. Während er in der Vergangenheit ein Wachstumsmotor der Schweizer Wirtschaft war, wurden zwischen 2001 und 2003 Zeit Arbeitsplätze abgebaut. Die Arbeitslosigkeit in dieser Branche hat dabei stark zugenommen. Was sind die Ursachen? Wie ist die Situation der Branche zu beurteilen? Welche Entwicklungen stehen an? Die beteiligten Arbeitsmarktbehörden haben den Handlungsbedarf erkannt und entsprechende Massnahmen erarbeitet.

Ursache der Krise im Finanzdienstleistungsbereich ist nicht nur die konjunkturelle Schwäche in der Schweiz und weltweit, sondern auch die in der zweiten Hälfte der 90er Jahre aufgebauten Überkapazitäten. Eine Prognose lässt befürchten, dass in den kommenden Jahren bis zu 25‘000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Die Zahlen der Stellensuchenden haben sich in den Jahren 2001 bis 2003 vervierfacht. Neu sind auch gut qualifizierte Kader- und Fachpersonen von Arbeitslosigkeit betroffen. Überproportional häufig sind es Personen mit Schweizer Nationalität sowie Personen mit einem Alter über 25 Jahren. Zwei Personengruppen lassen sich unterscheiden: Zum einen über 50-jährige, männliche Kaderpersonen mit dreijähriger Banklehre, die nicht selbst gekündigt haben. Zum anderen typischerweise Frauen mit Teilzeitstellen als Sekretärinnen, Assistentinnen oder Sachberaterinnen, die selbst gekündigt haben.

Die im Rahmen des Projekts entwickelten Massnahmen haben das Ziel, die Arbeitsmarktfähigkeit der Betroffenen zu verbessern; wenn möglich bereits vor Ort in den Betrieben (Sensibilisierung für Eigenverantwortung). Als wichtiges Element wird zudem ein Klassifizierungs- und Beurteilungsraster für Stellensuchende aus dem Finanzdienstleistungssektor entwickelt. Weiter ist vorgesehen, in den RAV eine auf Finanzdienstleistungen spezialisierte Ansprechperson als Kontaktperson zu etablieren. Schliesslich kann die Zusammenarbeit zwischen Arbeitsmarktbehörde, Arbeitgebenden und Arbeitnehmerverbänden verbessert werden.

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