Jugendarbeitslosigkeit

Die Jugendarbeitslosigkeit hat in den Jahren 2001 bis 2003 stark zugenommen. Die Arbeitslosigkeitsquote von Jugendlichen reagiert sehr sensibel auf konjunkturelle Veränderungen und weist starke Fluktuationen auf. Im Jahr 2004 ist sie mit 5.4% etwa doppelt so hoch, wie die Gesamtarbeitslosigkeit. Welches sind die Gründe für diese überproportionale Zunahme der Jugendarbeitslosigkeit? Welche Risikogruppen unter den Jugendlichen sind besonders gefährdet? Was kann dagegen unternommen werden und wie kann den Betroffenen geholfen werden?

Jugendarbeitslosigkeit trifft die nicht alle Kantone gleich stark. Besonders betroffen sind die Kantone Aargau, Thurgau, Schaffhausen und Zürich. Weiter lassen sich verschiedene Risikogruppen eruieren: Frauen sind stärker betroffen als Männer. Speziell grosse Probleme bei der Integration in den Arbeitsmarkt erfahren die ausländischen Jugendlichen: Ihre Stellensuchendenquote betrug in den AMOSA Kantonen im August 2003 11% (Schweizer Jugendliche: 4.8%). Eine wichtige Ursache für Jugendarbeitslosigkeit ergibt sich aus der Tatsache, dass Jugendliche nach der Schule den Einstieg in den Arbeitsmarkt meisten müssen, was jedoch nicht allen gelingt. Von besonderer Bedeutung ist auch die starke Konjunktursensitivität. Eine Erhöhung der Gesamtarbeitslosenquote um 10% führt bei den 20 bis 24-Jährigen zu einer 12.6% höheren Jugendarbeitslosigkeitsquote.

Im Rahmen der Studie wurde eine Reihe von Massnahmen diskutiert und erarbeitet, um die Jugendarbeitslosigkeit zu verringern und zu vermeiden. Beispiele, die heute erfolgreich angewandt werden sind das Case Management, das darauf abzielt, Schulabschlüsse ohne Regelung des Anschlusses zu vermeiden. Die erfolgreichen Übergänge in das Erwerbsleben sollen für Jugendliche gesichert werden beispielsweise durch Massnahmen wie Mentoring. Dabei werden Jungendliche bei den Übergängen zwischen Volksschule, Berufsschule und Arbeitsmarkt begleitet.

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