Langzeitarbeitslosigkeit

Langzeitarbeitslosigkeit ist für die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) ein zentrales Thema. Trotz einer zielgerichteten Beratung und individuell abgestimmten Massnahmen, die eine möglichst schnelle und nachhaltige Rückkehr Stellensuchender in den Arbeitsmarkt erreichen sollen, bleibt jeder Fünfte länger als ein Jahr auf einem RAV gemeldet. Warum ist der Anteil Langzeitarbeitsloser so hoch? Wer sind die Betroffenen? Was kann unternommen werden, um die Dauer ihrer Arbeitslosigkeit zu verkürzen?

Die AMOSA-Kantone sind unterschiedlich stark von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen: Glarus weist mit rund 25% den höchsten Anteil an langzeitarbeitslosen Personen aus, während dies im Kanton Graubünden nur 11% sind. Der Anteil Langzeitarbeitsloser an allen Stellensuchenden verläuft aber weitgehend parallel zur Gesamtzahl der Stellensuchenden - bei einer Verbesserung des wirtschaftlichen Umfeldes sinkt die Zahl der Stellensuchenden und mit einer zeitlichen Verzögerung der Anteil Langzeitarbeitsloser. Überdurchschnittlich von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind ältere und ausländische Stellensuchende sowie Stellensuchende mit keiner oder wenig nach obligatorischer Ausbildung. Weiter spielen die körperliche Gesundheit, die realistische Einschätzung der eigenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt und die Motivation für die Stellensuche eine entscheidende Rolle.

An einer Zukunftskonferenz «Anschluss Schaffen» haben Vertreter der involvierten Behörden, Arbeitgeber, Vertreter von Arbeitnehmerorganisationen, private Stellenvermittler, Anbieter von Arbeitsmarktlichen Massnahmen sowie ehemals Langzeitarbeitslose gemeinsam Massnahmen zur Verhinderung von Langzeitarbeitslosigkeit entwickelt. Unter diesen Massnahmen finden sich Vorschläge, wie man die Interinstitutionelle Zusammenarbeit zwischen den Behörden und die Zusammenarbeit zwischen der privaten und öffentlichen Stellenvermittlung optimieren kann. Die internen Prozesse auf dem RAV sollen so gestaltet werden, dass von Langzeitarbeitslosigkeit Gefährdete früh erkannt und auf ihr Potenzial abgestimmt beraten werden. Die Flexibilität und Mobilität von Stellensuchenden soll stärker gefördert und gefordert werden.

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